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Kinder im Alter bis ca. 7 Jahren lernen
hauptsächlich durch Nachahmung ihrer Umwelt - Mutter, Vater, Großeltern,
Geschwister, Tanten, Onkel, Haustiere, Spielsachen. Alle Eltern erleben
bei ihren Kindern in diesem Alter Situationen in denen man meint, die Kinder
könnten Gedanken lesen. Sie sprechen ganz plötzlich über etwas, an das man selber
gerade gedacht hat. Oder sind grantig, weil man selber gerade Stress hat, usw.
Das sind keine metaphysischen oder außergewöhnlichen Begabungen, sondern ganz
normale Fähigkeiten, die jedes Kind hat. Genauso wie in der Schwangerschaft das
Kind körperlich in der Mutter ist, ist es die ersten 7 Jahre seelisch (emotional
und mental) in der Mutter. Da ist zwar körperlich nicht so sichtbar wie
der große Bauch, aber spürbar, hörbar und erlebbar. Das Kind ist seine Umgebung.
Es erlebt den Teddy nicht als Gegenstand, sondern als Teil von sich. Mit Beginn
der Schulzeit lässt diese Fähigkeit nachzuahmen zugunsten der gedanklichen
Entwicklung dann nach.
Weil Kinder diese Fähigkeiten haben, ist es besonders wichtig selber das erwünschte Vorbild zu sein und die erwünschten
Verhaltensweisen/Haltungen ganz klar (vor) zu leben. Darum bringen Erklärungen,
Ermahnungen oder gar Vorwürfe, Schimpfen oder Strafen nicht viel.
Jedes Kind bringt für dieses Leben alles (als
Saatgut) mit, was es braucht um sich seinen Lebensaufgaben zu stellen und sie zu
bewältigen. Das sind aber nicht immer die Eigenschaften und Qualitäten, die man
sich als Eltern für seine Kinder wünscht oder glaubt, dass sie notwendig sind.
Deshalb ist es für die Entwicklung der Kinder (und für die eigene) weitaus
wirksamer, das wahrzunehmen, was die Kinder
mitbringen und dafür offen zu sein, sie liebevoll anzunehmen so wie sie sind.-
schüchtern, ängstlich, laut, mutig, langsam, bedächtig, weltoffen,
introvertiert, freigiebig, durchsetzungsstark, nachgiebig oder sparsam....
Das gelingt aber nur dann, wenn man sich selber
auch so annehmen kann, wie man ist, wenn man selber offen dafür ist, was alles gerade
in einem entsteht oder vergeht. - Vorbildwirkung - Sie wissen ja schon.
Der erste Schritt ist sich
dessen bewusst zu werden, danach können alte Gewohnheiten durch Energiearbeit
(im
Elterncoaching) gelöst werden.
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eine Anekdote über Mahatma Ghandi...:
...eine Mutter kam zu ihm
und bat ihn, ihrem Sohn zu sagen, er solle das Zuckeressen sein lassen.
Daraufhin ließ er sie drei Tage später
wiederkommen.
Als sie nach drei Tagen wieder kamen, sagte
er zu dem Jungen schlicht, er solle mit dem Zuckeressen aufhören.
Da frug die Mutter ganz erstaunt, warum
Ghandi ihm das nicht direkt gesagt hätte. Um auf so einen alltäglichen Satz
zu kommen, bräuchte er doch gewiss nicht drei Tage!
Da sagte Ghandi:
"Gewiss, diese Worte hätte ich deinem Jungen auch vor drei Tagen sagen
können. Aber ich musste mir das Zuckeressen erst selbst abgewöhnen, damit
ihm diese Worte auch wirklich helfen."
oder etwas strenger:
"Man könnt´ erzogene Kinder gebären, wenn nur die Eltern erzogen wären."
Johann Wolfgang v. Goethe |